Domainnamen finden

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Stell dir vor, du gehst durch eine belebte Fußgängerzone und entdeckst zwei neue Cafés. Das erste heißt „Top Coffee“, das zweite „Kaffeespezialitäten-Manufaktur24 Müller & Co.“. In welches würdest du spontan eher gehen? Wahrscheinlich zu „Top Coffee“. Nicht unbedingt, weil der Kaffee dort besser ist, sondern weil der Name leicht zu merken ist, sofort im Kopf bleibt und Vertrauen aufbaut, ohne dich zu überfordern.

Genauso verhält es sich im Internet: Wer einen passenden Domainname finden will, sollte auf Kürze, Einfachheit und Klarheit setzen. Denn ein guter Domainname entscheidet oft darüber, ob Nutzende auf deine Website klicken oder einfach weiter scrollen.

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Was ist eine Domain?

Eine Domain ist die einzigartige Adresse im Web, mit der deine Website erreichbar ist und über die du bei Google und anderen Suchmaschinen gefunden wirst. Ohne Domain gibt es keine Website, egal ob es sich um eine Landingpage, einen Blog oder einen Online-Shop handelt. Die Vergabe von Domains ist vom NIC (Network Information Center) streng geregelt:

  • Jede Domain darf maximal 63 Zeichen pro Abschnitt („Label“) haben.
  • Der gesamte Domainname, inklusive aller Punkte, darf höchstens 253 Zeichen umfassen.
  • Erlaubte Zeichen sind Buchstaben, Ziffern und Bindestriche.
  • Wichtige Regel: Ein Domainname darf nicht mit einem Bindestrich beginnen oder enden

Dabei ist jede Domain einmalig und kann nicht doppelt vergeben werden. Das macht sie zu einem zentralen Bestandteil des Brandings. Mit einer einfachen, aussagekräftigen Domain können Unternehmen und Websites nicht nur leichter gefunden werden, sondern sie stärken auch das Vertrauen der Nutzenden und verbessern die Chancen, in den Suchmaschinen gut zu ranken.

Welche Top-Level-Domain passt zu deiner Website?

Die Top-Level-Domain (TLD) ist der Teil einer Internetadresse, der nach dem letzten Punkt steht, zum Beispiel .de oder .com. Sie hilft Nutzenden und Suchmaschinen zu verstehen, um welche Art von Website es sich handelt und für welchen Markt sie relevant sind.

Häufig genutzte TLDs sind:

  • .com international, für kommerzielle Zwecke
  • .de, .at, .ch länderspezifische Kürzel
  • .org ursprünglich für Organisationen gedacht
  • .net häufig von Online-Unternehmen genutzt
  • .info für Informationsseiten
  • .shop, .tv themenspezifische Endungen, die sich für E-Commerce oder Medienangebote anbieten


Gerade in Deutschland wird der .de-Domain besonderes großes Vertrauen entgegengebracht. Daher empfehlen wir für den deutschen Markt vor allem diese Endung zu verwenden. Für internationale Kunden und kommerzielle Zwecke ist oft .com eine gute Wahl. 

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Den passenden Domainnamen finden – aber wie?

Der richtige Domainname ist die Basis für deine Online-Präsenz. Er entscheidet darüber, ob Nutzende deine Website leicht finden, sich den Namen merken und Vertrauen aufbauen. Damit du nicht willkürlich entscheidest, lohnt es sich,  vorab ein paar grundlegende Fragen zu klären. Wir haben dir 7 Leitfragen zusammengestellt, die dir helfen, erste Ideen für den Domainnamen zu finden. Anschließend kannst du diese mithilfe einer Checkliste auf ihre Praxistauglichkeit prüfen

7 Fragen, um deinen perfekten Domainnamen zu finden

Damit du den richtigen Domainnamen findest, haben wir dir Fragen zur Orientierung zusammengestellt. Sie helfen dir dabei, erste Ideen zu entwickeln und die richtige Richtung einzuschlagen:

  1. Was soll im Vordergrund stehen? Soll im Domainnamen dein eigener Name, ein Produkt, eine Dienstleistung oder das gesamte Unternehmen hervorgehoben werden? Greifen wir das Café-Beispiel wieder auf: Hier bietet es sich an, den Eigennamen des Cafés als Domain zu verwenden – etwa topcoffee.de. Auch Unternehmensnamen, Fantasienamen oder kreative Wortschöpfungen sind gute Optionen. Der Vorteil: Solche Namen sind meist noch verfügbar.

  2. Ist dein Angebot regional begrenzt? Falls sich dein Angebot auf eine bestimmte Region beschränkt, kann es sinnvoll sein, den Ortsnamen in die Domain aufzunehmen. Befindet sich das Café zum Beispiel in Berlin, bietet sich eine Adresse wie topcoffeeberlin.de an. Ebenso wichtig ist die Wahl der richtigen Top-Level-Domain. Sie hilft zu verdeutlichen, worum es auf der Seite geht und für welchen Markt sie relevant ist. Achte dabei auch auf die Wirkung des Namens in anderen Ländern – insbesondere dann, wenn du international tätig bist oder es in Zukunft werden möchtest.

  3. Ist der Name leicht zu merken? Eine gute Domain ist kurz, prägnant und einprägsam. Je einfacher sie klingt, desto leichter können Nutzende sie sich merken und an andere weitergeben – sei es mündlich, per E-Mail oder über Social Media. Achte außerdem darauf, dass dein Name eindeutig ist und nicht leicht mit bestehenden Domains verwechselt werden kann. Verwechslungen führen schnell dazu, dass potenzielle Besucher auf der falschen Website landen oder deine Seite gar nicht erst finden. Eine klare, unverwechselbare Domain trägt deshalb wesentlich zu deinem Erfolg im Internet bei.

  4. Ist der Domainname aussagekräftig? Auch sollte der Domainname aussagekräftig sein. Er sollte sofort vermitteln, was Besucher auf der Website erwarten.

  5. Enthält die Domain komplizierte Zeichen? Verzichte möglichst auf Umlaute, Zahlen und Sonderzeichen, da sie leicht zu Verwirrung führen. Ist dein gewünschter Domainname bereits vergeben, kann ein Bindestrich eine mögliche Alternative sein, behalte jedoch die Verwechslungsgefahr im Kopf. Im deutschsprachigen Raum ist es zudem recht üblich, längere Begriffe durch Bindestriche zu trennen, um die Lesbarkeit zu verbessern.

  6. Besteht die Gefahr von Rechtschreibfehlern? Wie bereits erwähnt, sollte ein Domainname kurz und einfach sein, damit das Risiko von Rechtschreibfehlern so gering wie möglich bleibt. Besteht dennoch die Möglichkeit, dass Nutzende den Namen falsch schreiben, ist es sinnvoll, sich auch diese alternativen Schreibweisen zu sichern und sie automatisch auf die Hauptdomain weiterzuleiten. So stellst du sicher, dass Besucher deine Website in jedem Fall erreichen.

  7. Passt der Domainname zu deiner Marke? Achte darauf, dass der Domainname konsistent mit deinem Branding ist und nicht mit der Konkurrenz verwechselt werden kann.

Die Checkliste für deinen idealen Domainnamen

Nachdem du eine Liste mit möglichen Domainnamen erstellt hast, kannst du anhand dieser Checkliste prüfen, welcher sich am besten eignet:

  • Kurz & prägnant: Idealerweise sollte deine Domain nur 2–3 Silben haben und nicht länger als 20 Zeichen lang sein.

     

  • Einfach auszusprechen und zu schreiben: Teste den Namen im Freundes- oder Familienkreis. Wenn andere ihn problemlos aussprechen und korrekt aufschreiben können, bist du auf der sicheren Seite.

  • Einprägsam: Ein guter Domainname bleibt im Gedächtnis und lässt sich leicht weitergeben – perfekt für Mundpropaganda.

     

  • Ohne Sonderzeichen: Vermeide Bindestriche, Zahlen und Umlaute. Dies kann schnell zur Verwechslung führen.
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  • Keyword-Relevanz sinnvoll nutzen: Wenn möglich, lohnt es sich, ein zentrales Keyword in den Domainnamen einzubauen. Das kann dazu beitragen, dass deine Website von Suchmaschinen wie Google schneller erfasst wird und deine Sichtbarkeit erhöht wird. Dabei ist jedoch Vorsicht geboten: Viele Keyword-Domains sind bereits vergeben und zu offensichtliche Zusätze wie beispielsweise -kaufe.de oder -buchen.de wirken schnell unprofessionell. Eine gute Keyword-Domain sollte daher natürlich klingen und zum Gesamtbild deiner Marke passen.

     

  • Markenrechte prüfen: Bevor du dich endgütlig für einen Domainnamen entscheidest, solltest du unbedingt prüfen, ob es Konflikte mit bestehenden Markenrechten gibt. Achte darauf, dass dein Wunschname nicht bereits als Marke eingetragen ist, um rechtliche Probleme zu vermeiden. Eine gute Anlaufstelle ist beispielsweise die Website des Deutschen Patent- und Markenamts (DPMA), auf der du bestehende Eintragungen recherchieren kannst.

     

  • Top-Level-Domain bewusst wählen: .de für den deutschen Markt; .com für internationale Reichweite; alternative Endungen (.shop, .org, .tv etc.) je nach Zweck.
  • Verfügbarkeit prüfen: Führe unbedingt einen Domaincheck durch, um zu prüfen, ob dein Wunschname noch verfügbar ist. Falls es mehrere Schreibweisen gibt, empfiehlt es sich, gleich alle Varianten zu sichern und auf die Hauptdomain weiterzuleiten. Sollte der gewünschte Domainname bereits vergeben sein, ist das kein Grund zur Verzweiflung: Oft besteht die Möglichkeit, den Namen direkt vom aktuellen Inhaber zu erwerben. Auch wir als Agentur können dich in diesem Prozess unterstützen und bei der Suche nach einer geeigneten Alternative helfen.

     

  • Langfristigkeit: Vermeide die Verwendung von kurzfristigen Trends. Solche Namen sind oft schnell wieder überholt und verlieren ihre Wirkung. Wähle stattdessen einen Domainnamen mit Zukunftsperspektive, der zeitlos wirkt und auch in mehreren Jahren noch zu deiner Marke passt.
  • Branding im Blick behalten: Die Domain sollte zu deiner Marke passen und sich klar von der Konkurrenz abheben. Prüfe außerdem, ob der Name auch auf anderen Social Media Kanälen wie beispielsweise Instagram, LinkedIn oder Facebook verfügbar ist.

Fazit: So findest du den perfekten Domainnamen

Ein guter Domainname ist weit mehr als nur eine Internetadresse. Er ist die Grundlage deiner Online-Präsenz und ein wichtiger Teil deines Brandings. Er sollte kurz, einprägsam und leicht verständlich sein, ohne komplizierte Zeichen oder unnötige Zusätze. Mit der richtigen Top-Level-Domain, einer klaren Ausrichtung auf deine Marke und einem Blick in die Zukunft schaffst du die Basis für Sichtbarkeit, Vertrauen und langfristigen Erfolg.

Nutze die 7 Fragen und die Checkliste, um deinen perfekten Domainnamen zu entwickeln – und denke daran: Ein starker Name öffnet die Tür zu mehr Reichweite, besseren Rankings und zufriedenen Besuchern.

Frequently Asked Questions

Fragen & Antworten zum Thema passenden Domainnamen finden:

Was ist ein Domainname?

Ein Domainname ist die eindeutige Adresse deiner Website im Internet, über die Besucher deine Seite aufrufen können – zum Beispiel www.deinname.de. Er besteht in der Regel aus einem frei wählbaren Namen und einer Endung (Top-Level-Domain wie .de oder .com). Ohne Domain ist keine Website erreichbar.

Ein guter Domainname ist kurz, leicht zu merken und eindeutig. Er sollte zu deiner Marke passen, keine komplizierten Zeichen enthalten und im besten Fall sofort erkennen lassen, worum es auf deiner Website geht. Einprägsame Namen schaffen Vertrauen, bleiben im Kopf und sind einfacher weiterzugeben.

Ja, in vielen Fällen ist das sinnvoll. Wenn du beispielsweise die .de-Version für den deutschen Markt nutzt, kannst du zusätzlich die .com-Domain sichern, um Verwechslungen zu vermeiden und deine Marke zu schützen. Auch alternative Schreibweisen oder gängige Tippfehler deiner Domain solltest du dir sichern und auf die Hauptdomain weiterleiten. Das verhindert, dass Wettbewerber ähnliche Domains nutzen und sorgt dafür, dass Besucher immer zuverlässig auf deiner Website landen.

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Geschrieben von:

Consultant

Michaela Melber betreut Unternehmen jeder Größe mit Fokus auf SEA und Performance Marketing. Sie ist jedoch auch in allen anderen Online Marketing Bereichen wie Content Marketing, Onpage und Offpage SEO tätig.

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