🍃 EmpCo kommt und wird für viele Brands zum Thema.
Ab dem 27. September 2026 gelten strengere Regeln für Umweltclaims und Nachhaltigkeitskommunikation.
Was erstmal nach Compliance klingt, wird damit ziemlich schnell relevant für Ads, Landingpages, Websites, Creatives, Content und Produktkommunikation.
Denn künftig wird genauer hingeschaut:
👉 „Grün“, „öko“ oder „umweltfreundlich“?
Allgemeine Umweltclaims dürfen nicht einfach für sich stehen. Sie müssen klar spezifiziert und nachvollziehbar begründet werden.
👉 Eigene Nachhaltigkeits-Badges?
Auch hier wird es strenger: Nachhaltigkeitssiegel müssen künftig entweder von staatlichen Stellen stammen oder auf einem Dritt-Zertifizierungssystem beruhen. Einfach ein eigenes „Green Choice“-Badge ins Creative zu setzen, wird damit problematisch.
👉 Ein Teil ist nachhaltig = das ganze Produkt ist nachhaltig?
So einfach geht es künftig nicht mehr. Bezieht sich ein Umweltvorteil beispielsweise nur auf die Verpackung, darf daraus nicht der Eindruck entstehen, das gesamte Produkt sei besonders umweltfreundlich.
👉 „Bis 2030 sind wir klimaneutral.“
Auch Aussagen über zukünftige Umweltleistungen müssen transparent und überprüfbar sein. Ein ambitionierter Satz auf der Landingpage allein reicht also nicht.
👉 „30 % nachhaltiger als …“
Wer Umweltleistungen vergleicht, muss das objektiv tun – mit einer einheitlichen Methode und nachvollziehbaren Annahmen.
⚠️ Und was passiert bei Verstößen?
Die neuen Vorgaben werden in Deutschland über das Wettbewerbsrecht durchgesetzt. Damit können unter anderem Abmahnungen, Unterlassungs- und Schadensersatzansprüche relevant werden. Bei bestimmten weitverbreiteten Verstößen sind außerdem Bußgelder möglich, in bestimmten Fällen bis zu 4 % des Jahresumsatzes in den betroffenen EU-Mitgliedstaaten.
Für einige Brands wird das in den kommenden Monaten bedeuten, ihre bestehende Kommunikation einmal grundlegend zu prüfen:
Welche Claims stehen in Ads? Welche Siegel tauchen in Creatives auf? Welche Aussagen finden sich auf Landingpages, Websites, im Content oder auf Produktseiten? Und können wir sie tatsächlich belegen?
Für uns als Online-Marketing-Agentur definitiv ein Thema, das wir künftig nicht nur bei Kampagnen und Creatives, sondern auch bei der gesamten digitalen Kommunikation stärker mitdenken werden.
Ihr seid euch unsicher, ob eure Kommunikation von den neuen EmpCo-Regelungen betroffen ist oder welche Claims ihr künftig noch verwenden könnt? Meldet euch gerne bei uns. 🍃